Zusammenziehen – jetzt oder nie?

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Und wer macht den Abwasch? (Bildquelle: pixabay.com)

In fast jeder Partnerschaft stellt sich früher oder die Gretchenfrage: Wollen wir zusammenziehen? Daran macht es sich dann auch schon fest, wie ernst man es mit der Beziehung meint. Zusammenziehen ist ja nicht ganz ohne. Man kann nun zwar die ganze freie Zeit gemeinsam verbringen, aber das kostet auch einige Opfer. Ist man überhaupt dazu bereit, die zu bringen?

Wann zieht man zusammen?

Wenn es nicht einen unabwendbaren finanziellen Grund gibt unbedingt sofort zusammenzuwohnen, sollte man das Zusammenziehen erst nach Monaten Beziehung erwägen. Natürlich ist gerade am Anfang das Bedürfnis immer zusammenzuhängen besonders groß, aber mit einiger Lebenserfahrung lernt man, das ist ein trügerisches Bedürfnis. Man darf/soll/kann dem natürlich nachgeben, aber es darf keine ernsthaften Konsequenzen haben. Aus diesem Hormonhoch sollten weder Zusammenzieh- noch Hochzeitspläne erwachsen.

Nach einem halben Jahr Beziehung kann man aber gut und gern anfangen, darüber nachzudenken und nach einem Jahr hat auch niemand mehr etwas dagegen, wenn die Pläne konkret werden. Dann kennt man sich auch so gut genug, um eine ungefähre Vorstellung davon zu haben, ob man die Macken des Partners dauerhaft in den eigenen vier Wänden aushalten kann.

Muss man zusammenziehen?

Auch, wenn dass für die meisten Menschen eine ungewöhnliche Frage ist, natürlich muss man nicht zusammenziehen, um ein Paar zu sein. Getrennte Wohnungen sind kein Kriterium für oder gegen eine Partnerschaft. Manche Menschen brauchen ihren Freiraum, genießen es, auch mal allein zu sein. Auch wenn diese Art des Zusammenlebens von außen vielleicht belächelt wird, ob man zusammen wohnt oder nicht, sagt nichts darüber aus, ob man zueinander steht, ob man treu ist etc.

Gemeinsame Sache(n)

Es hat ja unbestreitbar viele Vorteile zusammen zu wohnen. Man muss viele Dinge nicht mehr allein tun, die zu zweit viel mehr Spaß machen. Da wären frühstücken, ins Bett gehen, fernsehen, kochen, zu Abend essen und und und.

Schwierig ist es bei einem Zusammenzug aber immer, dass natürlich beide Partner Dinge mit in die Beziehung bringen, nämlich Möbel und Haushaltsgegenstände. Nach einiger Zeit des Zusammenlebens ist nicht mehr genau klar, wem eigentlich was gehört.

Nicht, weil man schon für die Trennung plant, sondern aus Gründen der Fairness, sollte man darauf achten, dass die späteren Anschaffungen gleichmäßig verteilt werden. Also, dass beide Partner zur Ausstattung des Haushaltes beitragen.

Ist das aus finanziellen Gründen nicht möglich, sollte der gebende Partner großzügig sein und der, der zwangsläufig nur wenig geben kann, sich nicht vor Scham verkriechen. Er sollte das Geschenk annehmen können, denn nur das ist gut für die Partnerschaft. Wer sich schrecklich schämt, weil er nichts beitragen kann, bringt die Beziehung auf Dauer ins Ungleichgewicht. Die Liebe gleicht das schon aus.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet.

Es ist unbestreitbar ein Vorteil, dass man heute schon vor der Hochzeit proben kann, ob das Zusammenleben klappt. Erstaunlicherweise führt diese neue Offenheit aber nicht dazu, dass das Eheversprechen häufiger eingehalten wird.

Vielleicht probieren die Menschen heute einfach zu viel. Auch das Zusammenziehen kann man mehrfach üben. Beim ersten Mal ist es noch aufregend, beim fünften Mal ist das allerdings schon ziemlich anstrengend und man sollte sich sicher sein, dass es nun auch wirklich klappt.

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