Zehn Gründe sich zu trennen (aber kein Grund es jetzt gleich zu tun)

In welche Richtung ziehen wir? (Bildquelle: woodleywonderworks by flickr.com)

Ungefähr jede zweite Ehe in Deutschland wird geschieden. Und diese Rate steigt jedes Jahr. Wenn man bedenkt, dass eine Ehe zumindest am Anfang auf eine lebenslange Dauer ausgelegt ist, ist das eine ziemlich bedrückende Zahl. Zumal zusätzlich viele weitere Partnerschaften ohne Trauschein auseinander gehen. Die werden ja gemeinhin nicht ganz so ernst genommen.

Früher war alles besser?

Kaum jemand bleibt heutzutage mit seinem ersten Partner ein Leben lang zusammen. Die Zeiten sind einfach vorbei. Dabei war das vor noch nicht allzu langer Zeit gar nicht so unüblich. Glücklicher waren die Menschen damals allerdings nicht, denn es waren meist wirtschaftliche oder gesellschaftliche Zwänge, die zwei Eheleute aneinander banden. Nur selten war es die romantische Liebe, nach der wir heute so verzweifelt suchen.

So ist die besungene Liebe damals erst in der Partnerschaft erwachsen oder eben auch nicht. Eine Trennung war kaum möglich, wer geschieden war, wurde geächtet. Heute fallen uns viele Gründe ein, um eine Trennung zu rechtfertigen. Das kostet zwar Geld und auch einige Nerven, aber man wird nicht mehr geächtet oder verachtet, wenn man sich scheiden lässt.

Zehn (gute) Trennungsgründe

Einen Grund braucht es für die Scheidung zwar schon, aber um Ausreden ist ja kaum einer verlegen. Die Partnerbörse Elitepartner hat in einer Umfrage die zehn beliebtesten Gründe ermittelt, wegen derer Beziehungen heute auseinandergehen:

  1. Wir haben uns auseinander gelebt.
  2. Wir waren zu unterschiedlich.
  3. Das Geben und Nehmen war nicht ausgeglichen.
  4. Wir hatten unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe und Freiraum.
  5. Wir konnten nicht miteinander reden.
  6. Einer von uns ist fremdgegangen.
  7. Unsere Sexualität ist eingeschlafen.
  8. Wir hatten keine gemeinsamen Ziele.
  9. Es fehlte die gegenseitige Unterstützung.
  10. Einer von uns hat sich in jemand anderen verliebt.

Die meisten dieser Gründe sind sehr schwammig formuliert, woran man schon erkennt, dass die Gründe für eine Trennung meist sehr persönlich und nicht eben einfach zu bestimmen sind. Oft ist es eher ein allgemeines Unwohlsein, dass die Partner auseinandertreibt, schließlich gibt es keine normierte Sexfrequenz oder eine Ich-liebe-Dich-Quote als Garant für eine glückliche Beziehung.

Muss die Trennung wirklich sein?

Die meisten der Gründe benennen keinen unabänderlichen Status Quo. Nur wenn sich jemand verliebt oder gar fremdgeht, weiß man wirklich genau, dass konkret in diesem Augenblick die Beziehung auf dem Spiel steht. Die meisten Gründe aber schleichen sich in die Beziehung und breiten sich dann langsam aus. Das macht sie einerseits unberechenbarer, andererseits sind sie dadurch aber auch umkehrbar.

Man kann also dran arbeiten und die Beziehung retten. Das ist gut, auch wenn es anstrengend klingt. Natürlich ist das eine andere Art von Arbeit als die auf der Baustelle oder im Büro, aber miteinander zu reden muss ja per se nichts Unangenehmes sein. Und Sex zu haben schon sowieso nicht – allerdings muss man dafür manchmal erst die Motivation finden, vor allem wenn man den Partner schon lange kennt.

Der Trick ist, das Interesse aneinander nicht zu verlieren, körperlich wie seelisch. Nur so kann man selbst der statistisch hohen Scheidungsrate entkommen, kann für sich und gemeinsam Ziele und Bedürfnisse bestimmen und das Feuer der Liebe am Leben erhalten.

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