Wie man die Romantik in den Alltag rettet

Bildquelle: erin leigh mcconnell by flickr.com

Romantik hat immer etwas von einer Gradwanderung: Nur wer gerade frisch verliebt ist, hat einen Vorteil.
Der hormonelle Ausnahmezustand überblendet den Peinlichkeitsfaktor vieler romantischer Momente mit einem unscharfen, honigmelonenfarbenen Filter. Das ist zwar total praktisch, nur sollte man nicht glauben, dass dieser Zustand bis in alle Ewigkeiten besteht.

Grad die Romantik, die einem am Anfang so einfach vorkommt, artet mit zunehmendem Alter der Beziehung in Arbeit aus. Aber es ist eine Arbeit, die man gern macht, denn die Liebe als Lohn ist unbezahlbar. Auch, wenn die Romantik selbst ein sehr brüchiges und zwiespältiges Ding ist, dem man nur durch viel Praxis und mit einer gehörigen Portion Humor wirklich Herr werden kann.

Ob eine Sache, eine Tat oder ein Augenblick romantisch ist, bewerten zwei Menschen nie völlig gleich und so kann der Moment im Sonnenuntergang am See mit der Entenfamilie gleichzeitig des einen Herz erwärmen und des anderen Lachmuskel anregen. Was gäbe man in diesem Augenblick für ein Patentrezept!

Trotz aller Schwierigkeiten: Romantik ist wichtig für Beziehungen, gerade auch für länger bestehende Beziehungen, denn wer sich Zeit für Romantik nimmt, beweist, dass er Interesse am Partner hat und nicht nur an ihn denkt, wenn es um das rechtzeitige Abendessen oder den noch immer nicht reparierten Rasenmäher geht.

Wer noch nie ein besonders romantischer Typ war oder wer gar nicht so genau weiß, was das mit der Romantik eigentlich soll, dem seien die zwei folgenden Schritte ans Herz gelegt.

1. Die Augen offen halten

Wer schon eine Weile zusammen ist, verliert mit der Zeit den Blick für den Anderen. Das ist ganz normal. So ein Honeymoon hält ja nicht ewig und das ist nun einmal die Zeit, wo man voll und ganz auf den Partner konzentriert ist und jede neue Erkenntnis wie eine Eingebung feiert. Später interessiert man sich auch wieder für andere Sachen. Das ist gut für die Beziehung, denn das lässt den Partnern Freiraum. Aber: Man verliert auch ein bisschen den Überblick. Man weiß dann nicht mehr so genau, was der andere mag, wovon er träumt, was er sich wünscht. Das sollte man jedoch immer wieder neu herausfinden, um zum Beispiel richtig gute Geschenke machen und den Partner auch nach Jahren noch überraschen zu können. Dabei ist es probat eine heimliche Liste mit Vorlieben zu führen, schließlich führt man ja auch eine Geschenkeliste für die Liebsten. Diese sollte der Partner aber besser nicht zu sehen bekommen.

2. Erkenntnisse in die Praxis umsetzen

Zu Wissen, was der Partner mag, ist nur die eine Seite. Das zahlt sich nämlich erst aus, wenn man seine Erkenntnisse auch in die Praxis umsetzt und den Partner/die Partnerin tatsächlich überrascht. Wer einen heimlichen Wunsch erfüllt oder mal was außer der Reihe schenkt, ist schon auf einem guten Weg.

Es übrigens gar nicht immer ein riesiges, faszinierendes oder sonstwie tolles Geschenk sein. Ein Gedanke zur rechten Zeit ist oft genauso wirkungsvoll. Ein Zettel unter der Kaffeetasse, wenn man selbst schon längst auf der Arbeit ist, eine Liebeserklärung am Spiegel oder ein Kompliment tun Wunder, wenn sie von Herzen kommen und ernst gemeint sind.

 

 

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