Das Drama um die wahre Liebe: Im Dschungelcamp und anderswo

Irgendwo da im Dschungel begann das ergreifende Liebesspiel zwischen Jay Khan und Indira Weiß. (Quelle: brewbooks by flickr.com)

Jay Khan und Indira Weis, seit ein paar Tagen kennt diese Namen jeder. Die beiden wohnen zurzeit im Dschungelcamp und haben es zu ziemlich unangenehmer Popularität gebracht. Ein Liebespaar, das keines ist, ist ja in diesem Fernsehformat prinzipiell nicht so ein Problem. Da ist schließlich jeder Teilnehmer mit einem Plan hingegangen, was anderes kann mir keiner erzählen. Niemand isst Känguru-Hoden einfach so und schläft ohne Veranlassung mit elf Fremden zwei Wochen im Freien. Entweder man braucht die Kohle wie Rainer Langhans oder Katy Karrenbauer oder man feilt am eigenen Image wie eben Jay Khan oder Indira Weiß. Die haben sich der Liebe hingegeben, allerdings so theatralisch, dass an dieses Märchen inzwischen wirklich niemand mehr glaubt.

Die wirkliche Dschungelprüfung heißt Sarah Knappik

Jay hat ja wirklich alles gegeben. Sieht immer wie geleckt aus, hält sich knackig und holt heldenhaft Sterne (die man gegen Essen tauschen kann), indem er unter anderem lebende Würmer verspeist. Kompliment, das bringt nicht jeder. Boah, da täte ich mich schwer. Leider hat Jay ein großes Problem. So gut das mit dem Image in der ersten Campwoche gelaufen war, Mitbewohnerin Sarah Knappik bringt ihn und alle anderen Bewohner mit der Zeit an nervliche Grenzen. Sie ist so jammernd und so ich-bezogen, dass es einem echt die Fußnägel hochrollt, sich keiner mehr so richtig auf die vorgesehene imageträchtige Rolle konzentrieren. Geplant hat Sarah das bestimmt nicht, ich glaube, sie ist wirklich so. Solche Menschen gibt es halt. Erst sind noch alle nett und kümmern sich, aber so eine wie Sarah, die nimmt und nimmt und nimmt und man kriegt einfach nichts zurück. Nach zehn Tagen rund um die Uhr im Dschungelcamp mit ihr wäre mir der Kragen sicher auch geplatzt.

Dschungelprüfung „Leben und leben lassen“ nicht bestanden

Bei manchen Camp-Bewohnern scheint nun hinter der Wunschrolle eine andere Persönlichkeit durch und das ist nicht eben schmeichelhaft. Wie intolerant sich die Bewohner präsentieren, allen voran Mathieu Carriére und Jay Khan, das ist kaum zu glauben. Man kann ihnen nur zu gute halten, dass dieses Camp sie schon in eine Art Ausnahmesituation bringt und wahrscheinlich keiner mehr so richtig den Durchblick hat. Trotzdem, diese menschenunwürdigen Kommentare, liegen deutlich unter Sarahs Jammerniveau.

Un-Ehrlichkeit führt zu Un-Sympathie

Am Beispiel Dschungelcamp wird deutlich (auch wenn RTL da ziemlich viel nachhilft): Ehrlichkeit (bzw. Wahrhaftigkeit) ist die Basis jeden Zusammenlebens. Jetzt, wo es aufgeflogen ist, wirkt das Liebesgeplänkel von Jay und Indira nämlich derart unsympathisch, dass man sich bei den ausufernden Kuss-Szenen fast die Augen zuhalten möchte. Und das wiederum ist desaströs für das Image der Beiden. Denn dass Jay Khan ein ausgesprochen manipulativer Kerl ist, sollte der Welt lieber verborgen bleiben. Indira bleibt als Dummchen ohne eigene Stimme dagegen vergleichsweise blass. Da hat ihr Sarah Dingens Knappik doch noch einiges voraus.

Wenn alle ehrlich wären …

Die Liebe ist einfach nichts womit man spielt. Auch wenn Sarah Knappik das vielleicht nicht ganz so ehrlich gemeint hat, der Satz als solches spricht mir aus dem Herzen. Wenn sich alle an diese Regel halten würden, wäre das Leben wirklich viel einfacher. Aber offenbar nehmen das nicht alle so ernst wie ich. Gnadenlos wird die Liebe benutzt und missbraucht und es sind längst nicht nur Liebende zusammen. Man küsst vielfach nicht nur wegen der Schmetterlinge im Bauch, sondern auch um jemanden eifersüchtig zu machen oder sich eben aufzuwerten. Echt schade ist das!

Ich hoffe, dass Euch so etwas nicht passiert, dass niemand mit Euren Gefühlen spielt. Und Ihr selbst tut das natürlich auch nicht, richtig?!

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