Teil 1 – Die Göttin in Dir!

Da ich schon immer was Besonderes war – bin, starte ich meinen ersten Beitrag zum Thema „Von Götter und Zombies“ mit meinen ersten Empfehlungen, meinem ersten Senf zum ersten Date. Später erzähle ich Euch, wie man so was vermeiden kann.

Das erste Mal ist bekanntermaßen das schwerste. Und auch die allererste Dating-Lüge gleicht bei der Gegenüberstellung einer Entjungferung. Der Abend davor – Schock! Großer Gott, was ist das für ein riesiger Pickel an meinem Hals? Oh nein, das ist ja mein Kopf! In der Panik-SMS an den Dating-Partner liest sich das so: „Sitze hier mit sanft geröteten Wangen, fühle mich wunderbar und freu mich total auf Dich!“. Seit meinem ersten Treffen mit Torben – übrigens ein enorm erfolgreicher Geschäftsmann aus der Lebensmittelindustrie (im Pommes-Business, wie sich später herausstellte), weiß ich, wie Selbstbeweihräucherung läuft.

Egal, wie Torben selbst aussieht: Er ist ein Mann – was so viel heißt, wie: Er will förmlich jede unsere kleineren Schwindeleien hören und aufgetischt bekommen. Denn Traumprinz Nummer 117 würde folgende Geständnisse garantiert nicht erotisch finden:

Infos über unsere letzte Blasenentzündung, Diäterfahrungen oder unser Talent, abgeschnittene Zehennägel unter dem Frühstückstisch sofort zu entdecken – zur Furie zu werden, wenn er sie nicht augenblicklich aufliest und natürlich Stehpinkler hassen. Also verschweigen wir vornehm alles, was uns wichtig erscheint.

Gebot Nr. 1 für Daterinnen:
Schildere Dich, wie Lady Di sich schilderte, als Prinz Charles sie noch für eine unbescholtene Kindergärtnerin hielt. Kein Wort über Fressattacken, Übergewicht und Hautprobleme!

Gebot Nr. 2:
Komm bloß nicht auf die Idee, ihn auf Deine schlechten Seiten vorzubereiten, damit Torben später schööööööön von ihnen überrascht werden kann – ist doch viel lustiger.
Genau das geschah einer Freundin mit einem Gartenstuhlvertreter, der sich als Möbelfabrikant einführte. Weil sie ihn nett fragte, ob es ihn stören würde, wenn ihr Busen eventuell demnächst ein Meeting mit ihrem Bauchnabel hätte. Dieser ergriff bald darauf auf knackigen Froschschenkeln die Flucht. Um in einem seiner Gartenstühle eine zu vernaschen, die sich dreist schön gelogen hatte.

Insofern gilt immer Regel Nr. 3:
Finde die Göttin in Dir. – los, jetzt such schon – suuuuuch!!!!

Und Nr. 4:
Aber lüge dabei nie! Pommes-Torben hat mir beigebracht, dass man Manches einfach ein bisschen weglässt. Ein großes Bisschen. Um nicht zu sagen: ganz. Alles, was übrig bleibt, schildert man in 3D.

Depressionen? Ach was – Du hast Tiefgang.
Arbeitslos? Nein, bloß frei und unabhängig.
Acht Kinder? Du bist viel unter Menschen.

Torben und Konsorten werden Dir dafür den Gartenstuhl als Thron unter den hübschen Arsch, äh Popo schieben! Bis sie Dich küssen dürfen und Dir gestehen, dass alles, was sie managen, ein paar Pommes rot-weiß sind. Die sie jedoch gern lebenslang mit ihrer Göttin teilen…

Eure Maja Paranoid

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