Streitigkeiten in der Beziehung gehören nicht an die Öffentlichkeit

Zuviel gestritten? Irgendwann bricht das Herz. (Bildquelle: CarbonNYC by flickr.com)

Wenn zwei sich streiten … freut sich eigentlich niemand. Denn Streit ist nicht nur für das betroffene Paar, sondern auch für die Aussenstehenden oft eine Belastung. Wer sich auf der Straße zofft oder die Geburtstagsparty von Freunden dazu nutzt, seinen Beziehungsstreitigkeiten auszutragen, macht sich schnell unbeliebt und sorgt für schlechte Laune bei Umstehenden oder den anderen Gästen. Es ist jedoch nicht immer leicht, seinen Groll zumindest kurzfristig zu begraben, um den Zwist bei besserer Gelegenheit nochmal aufs Tableau zu bringen.

Streit muss kein Grund zur Sorge sein

Streit gehört immer dazu, wenn zwei Menschen miteinander leben. Er ist die logische Konsequenzen aus den unterschiedlichen Charakteren, die sich miteinander arrangieren müssen (dies aber auch wollen). Dieser Prozess verläuft nicht immer in Harmonie und das muss er auch gar nicht. Streit ist per se nichts Schlimmes und oft auch wichtig, um die eigenen Bedürfnisse klarzustellen.

Nicht jedes streitende Paar sieht gleich aus. Nicht immer fliegen Teller, nicht alle Streitenden werden gleich laut. Die Arten zu Streiten sind so unterschiedlich wie die Menschen selber. Ob nun laut oder leise spielt keine Rolle. Manche Menschen brauchen nur sehr wenige Worte, um Auseinandersetzungen auszutragen. Andere tun ihre Meinung lautstark kund.

Den Konflikt nicht in der Öffentlichkeit austragen!

Problematisch wird es, wenn man einen Streit in die Öffentlichkeit trägt. Wer sich beispielsweise beim Einkaufen ernsthaft in die Wolle kriegt und sein Missfallen über den Partner äußert, stellt ihn in der Öffentlichkeit bloß und das ist äußerst unangenehm. So provozieren Sie zwar Ihren Partner, haben aber offensichtlich gar kein Interesse an der Beilegung des Streits. Diese Art der Herabwürdigung tut sehr weh und ist nur schwer zu ertragen.

Öffentliche Diffamierungen wiedersprechen allen Regeln guter Beziehungsführung, denn ein respektvoller Umgang ist so nicht möglich. Wenn Sie dazu neigen, Ihrem Partner auf offener Straße eine Szene zu machen, überdenken Sie diese Handlung unbedingt. Solche emotionalen Kurzschlussreaktionen sind zwar von Ferne interessant anzuschauen, zerrütten auf Dauer aber jede Beziehung.

Freunde nicht als Zuschauer missbrauchen

Auch im Beisein von Freunden gibt es viel Konfliktpotenzial. Man fühlt sich nämlich vertraut. Ein typisches Problem auf Partys ist es, mit Freunden über die Fehler des eigenen Partners zu reden, was dieser oft mitbekommt und meist auch mitbekommen soll. Viele Menschen wenden diese Taktik an, wenn sie dem Partner nicht ins Gesicht sagen können, was sie stört.

Diese Variante ist nicht besonders konstruktiv. Im Gegenteil, das Bloßstellen vor Bekannten wird meist noch wesentlich schmerzhafter empfunden, als vor Fremden. Vor den eigenen Freunden möchte man natürlich gut dastehen und nicht in den Dreck gezogen werden.

Das Streitverhalten gemeinsam ändern

Persönliche Auseinandersetzungen müssen persönlich und nicht über Dritte ausgetragen werden. Nur so ist ein respektvoller Umgang miteinander möglich und das ist die Grundvoraussetzung, wenn man die Probleme in einer Beziehung gemeinsam bewältigen will.

Wenn man das nicht gemeinsam kann, und Streite immer wieder in Frustration ausarten, kann, darf und sollte man sich Hilfe von Dritten holen. Das muss jedoch ein professioneller Vermittler sein und kein zufällig einbezogener Bekannter.

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