Keine Kompromisse?! So finden Sie Ihren Traumpartner.

Wie lang ist Ihre Liste der Traumqualitäten? (Quelle: sahlgoode by flickr.com)

Und? Wie soll er aussehen?
Lieber den Klassiker – groß, blond, blauäugig? Vielleicht einen charmanten Italiener, auch wenn der eher klein ist? Mancher Bauch hat ja auch was für sich … und mit Bart oder ohne? Lange Haare, kurze Haare, viele Haare, wenig Haare? Piercings, Tattoos? Und die ganzen inneren Werte kommen ja noch dazu. Humor, Intelligenz, Gesellschaftsfähigkeit … Sie wissen genau, was Sie wollen? Ihre Liste der Top-Eigenschaften ist längst ausgearbeitet? Das ist schön für Sie!

Und haben Sie den Traumkerl schon gefunden? Ist gar nicht so einfach, nehme ich an. Schließlich muss dieser Traumtyp ja dann auch noch selbst Interesse haben.

Wer sehr konkrete Vorstellungen von Partner und Beziehung hat, macht sich das Leben nicht unbedingt leichter. Natürlich kann das auch manchmal von Vorteil sein, beispielsweise im Beruf. Doch Partnerschaft ist anders gelagert, ist nur bedingt planbar, denn wir Menschen sind es nicht.

Mal ehrlich, sind Sie perfekt?
Echt, glauben Sie das wirklich? Gut, da haben wir ja schon einen Punkt an dem Sie arbeiten müssen. Wer sich selbst für perfekt hält, den findet die Umgebung in der Regel nämlich ziemlich arrogant. Perfektionismus ist anstrengend und, nebenbei bemerkt, gar nicht gesund. Wer nicht irgendwann man alle Fünfe grade sein lassen kann, zieht sich und noch dazu seine Mitmenschen in einen Perfektionismuswahn, was Quark ist, denn perfekt ist keiner von uns.

Das zu wissen, ist eine der wichtigsten Eigenschaften, um überhaupt eine harmonische Partnerschaft führen zu können.
Liebe ist nämlich alles andere als planbar. Wenn Ihnen Liebe allerdings schnuppe ist, können Sie Ihre Ansprüche hochschrauben und Lebenspartnercastings veranstalten. Das braucht natürlich erstmal ein Bewerbungsschreiben, sauber und professionell muss es sein. Schmutzige Witzchen und Rechtschreibfehler werden sofort aussortiert. Dann ein Assessment-Center. Hier können Sie auf Herz und Nieren prüfen. Lassen Sie die Bewerber antreten, testen Sie Ihre Grenzen aus. Die moralischen und die körperlichen, denn wer kauft schon eine Katze im Sack?! Und dann haben Sie natürlich eine Probezeit, zu jedem anständigen Geschäft gehört sie dazu. In der können Sie sich jederzeit ohne Angabe von Gründen trennen.

Aber ich warne Sie!
Passen Sie auf, dass Sie sich bei der ganzen Prozedur nicht verlieben. Dann sind Ihre Pläne nämlich passé.
Dann zählt der schicke Körper nix mehr und auch nicht das Benehmen, denn Sie werden sich in etwas verlieben, das nicht auf Ihrer Liste steht, in etwas, das nicht perfekt ist.

Keiner von uns ist vor der Liebe gefeit und die macht alle Listen nichtig. Liebe ist eine große Welle, in der auch der stärkste Mensch ins Wanken gerät. Da hilft die beste Vorbereitung nichts, da muss man schwimmen können.

Nicht jeder kann schwimmen. Mancher braucht eine Hilfe dazu. Andere treibt es weg, einige gehen sogar unter. Es gibt welche, die schwemmt es an den Strand und die gehen nie wieder ins Wasser. Die Liebe ist eine Macht, die wir nicht beherrschen. Wir können uns nur drauf einlassen und surfen lernen. Die ganzen Listen sind dann längst weggetrieben…

 

Hier noch ein paar Tipps zum Thema und zum Weitersurfen:

Falls Sie bereits im Internet nach einer Partnerschaft suchen, werden Sie das ja schon kennen: Je mehr Filter eine Singlebörse anbietet, desto gnadenloser klickt man sich seinen Wunschpartner zusammen. Ein paar Tipps zum richtigen Umgang mit Partnervorschlägen und Co. finden sie unter http://www.produe.com/partnersuche-tipps/partnervorschlaege-auswaehlen-und-sortieren.html

Grade in Singlebörsen ist die Konkurrenz gross und sind die Auswahlverfahren der weiblichen Singles meist rigoros. Klar, gibt es im Netz auch Vorlagen für den ersten Kontakt zur virtuell Angebeteten. Ob das Sinnvoll ist, mag dahingestellt bleiben – Was meinen Sie?
Hier eine Seite mit Flirtmail-Vorlagen: http://www.welt.de/icon/article137597476/hi-suesse-wie-gehts-gib-nr-hab-fun.html

Zu guter Letzt noch etwas hochwissenschaftliches zum Thema von Udo Jürgens:
„Im endlos großen Supermarkt, da droht mir gleich ein Herzinfarkt. Da liegen die Regale voll, ich weiß nicht, was ich nehmen soll.“ -> Youtube – „Tante Emma“ von 1976
Und was für Klopapier, Fertiggerichte und Zahnpasta zutrifft, soll nach Studien der Psychologin Alison Lenton von der Universität Edinburgh und der Ökonom Marco Francesconi von der Universität Essex übrigens auch Gültigkeit für die Partnersuche haben. Vielleicht liegt da die eher kleine und persönlich betreute Partneragentur mit dem Namen „Gleichklang“ sogar richtig? Nicht Millionen Nutzer und hunderte Partnervorschläge, sondern klein und fein?

 

One thought on “Keine Kompromisse?! So finden Sie Ihren Traumpartner.

  1. kiki

    Wer zu viele Ansprüche hat, hat geringe Auswahl. Das ist einfach logisch.
    Der Artikek sollte heißen: Keine Kompromisse?! So finden Sie Ihren Traumpartner wohl kaum.

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