Sex beim ersten Date – Kann sich trotzdem was entwickeln?

Sex beim ersten Date? Warum nicht?! (Quelle: je@n by flickr.com)

Klassisches Dating ist ja meistens ziemlich dröge. Es hat etwas von Lose ziehen – es gibt nur eine Handvoll Hauptpreise, aber jede Menge Nieten. Dating ist so eine Art Nietencheck, ein Blick genügt und man weiß, ob da was geht oder nicht. Nur das soziale Gewissen lässt uns dann noch ein, zwei Stündchen ausharren.

Nur selten verändert sich der erste Eindruck noch einmal. Haben wir uns eine Meinung gebildet und der Datepartner schafft es nur auf einen der folgenden „Der-ist-nichts-für-mich-Ränge“, dann bleibt das meist auch so.

Stufe 1 „Ganz nett“ Ein Kumpel. Mit dem kann ich prima Witze machen und wir haben am Abend auch jede Menge Spaß, nur wie bringe ich ihm bei, dass aus uns nie was werden wird, ohne seine Ehre zu verletzen? Netter Kerl, aber einfach nicht sexy.

Stufe 2 „Ohje“ Das wird ein langweiliger Abend. Das Gespräch plänkelt so vor sich hin. Verstohlene Blicke zur Uhr und den werde ich ganz bestimmt nicht wiedersehen. Den Abend bekommen wir irgendwie rum, man kann sich ja auf den Alkohol konzentrieren.

Stufe 3 „Schnell weg“ Es gibt so Menschen, mit denen ist es einfach nicht auszuhalten. Die riechen komisch, haben keine Manieren oder einen unglaublich schlechten Humor. Es gibt Menschen, mit denen ist ein Abend einfach nicht auszuhalten. Zum Glück hat heute jeder ein Handy dabei, sodass es ganz leicht ist, einen Notfall vorzutäuschen und sich aus dem Staub zu machen. Auf Nimmerwiedersehen.

Logisch, dass man mit keinem von diesen dreien im Bett landet. Mit anderen aber schon oder Mädels? Dank der Pille und mit Kondomen gilt die Regel „Kein Sex in der ersten Nacht“ nicht mehr so strikt wie früher. Weil keine Schwangerschaft droht, sind viele Frauen entspannter und freizügiger. Muss man das nun rügen? Mitnichten, gegen Spaß kann niemand etwas haben, und wenn es während des Dates funkt und knistert, warum dann nicht auch im Bett?!

Früher wurden Frauen, die sich auf One-Night-Stands einließen, als Schlampen abgestempelt. Wer das heute noch tut, outet sich als Hinterwäldler. Sex in der ersten Nacht ist höchstens ein Zeichen von Selbstbestimmung, aber kein Hinderungsgrund für eine Beziehung.

Die klassische, romantische Beziehung läuft in bestimmten Etappen ab – dass man gleich Sex hat, gehört nicht auf den Plan. Aber wer sagt eigentlich, dass so romantische, planvolle Beziehungen glücklicher sind als andere? Ist doch auch schön, wenn man gleich weiß, dass es im Bett stimmt und es ist dagegen ausgesprochen schwierig, wenn man in der Hochzeitsnacht merkt, das da sexuell gar nichts geht.

Auch weil man gleich Sex hat, kann man sich für die Beziehungsanbahnung Zeit lassen und dem Bauch und dem Herz eine Chance geben. Wer sich die Freiheit nimmt, die eigene Sexualität selbstbestimmt zu leben, kann das auch mit seinem Beziehungsleben tun. Nicht krampfig werden, nichts überstürzen, nicht beim Sex, nicht bei weiteren Dates. Gleich einziehen ist tabu. Lieber das Leben genießen und die Liebe auf sich zukommen lassen. Wenn zwei zusammenpassen, da tun sie das, wann auch immer sie miteinander ins Bett gehen.

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