Seitensprung im zweiten Leben = Scheidungsgrund!?

Normalerweise, so im trauten Kreis am Biertisch, würde ich ja jetzt wieder einen Stereotyp fallen lassen. So was in der Richtung wie „typisch Amis“.

Da ist nämlich jemand im „Second Life“ mit einer virtuellen Prostituierten fremdgegangen. Also Avatar und Avatar haben’s quasi stellvertretend miteinander getrieben. Dummerweise hat das die „echte“ Ehefrau gemerkt. Und will sich nun Scheiden lassen.

Dabei hatte alles so gut angefangen: Taylor und David hatten sich 2003 in Second Life virtuell kennen gelernt und sich dann ganz Real in einander verliebt. Die Trauung wurde dann auch noch, ganz Standesgemäss, im Second Life mit den Avataren der Beiden (beide jünger und hübscher als „in echt“) durchgeführt.

Jetzt ertappte die 28-Jährige Taylor Ihren Mann bei virtuellen Sexspielen und ist darüber derart gekränkt, das Sie die Ehe beenden will.

Sie sei total verletzt, und das Internet-Stelldichein sei aus ihrer Sicht „ganz klar Betrug“, auch wenn ihr Mann ihre Aufregung überhaupt nicht verstehe, sagte sie der „Times“.

Laut Taylor ist ihr Noch-Ehemann inzwischen mit der Frau zusammen, mit der er seine Online-Affäre hatte – obwohl er sie noch nie gesehen hat. Taylor selbst hat ebenfalls eine neue Beziehung mit einem Mann, den sie durch das Online-Rollenspiel „World of Warcraft“ kennengelernt hatte. (n-tv)

Gefunden habe ich den Bericht auf dem RA-Blog. Besonders interessant finde ich die Kommentare zur dortigen Meldung:

Nicht nur, das sowas auch schon vor Jahren in Deutschland passiert sein soll. Der Vorgang soll sogar bei Second Life zu einem richtigen Ansturm von Neuanmeldungen geführt haben. Second Life als neue Seitensprung – Plattform!?

Für ein wie-auch-immer-geartetes Techtelmechtel im Internet würde ich jetzt deutlich diskretere Anbieter empfehlen, wie z.B.

Kopfschüttelnd…

One thought on “Seitensprung im zweiten Leben = Scheidungsgrund!?

  1. Lothar

    Zumindest hat David mit seiner Online-Aktivität signalisiert, dass er mit seinem Sexleben nicht so recht zufrieden ist. Pech, dass seine Frau das gemerkt hat. Jetzt muss er wohl mit den Konsequenzen leben. Man sollte schon so clever sein, sich nicht erwischen zu lassen. Nun ja: seine Frau wird sich scheiden lassen. Dann hat er genug Zeit und Muße, sich so viele Seitensprünge oder virtuelle Spielchen zu suchen wie er möchte. Die Seitensprung-Anbieter, die hier angezeigt werden, gehören wirklich zu den seriösen Portalen. Ich kenne sie. Hier können potentielle Interessenten wirklich einen disketen und niveauvollen Seitensprung finden. Nicht zu vergleichen mit irgendwelchen Cybersex-Spielchen.

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