Was uns Redensarten über die Beziehung verraten

Gegensätze ziehen sich an? (Bildquelle: Lee Coursey by flickr.com)

Sprichwörter gibt es für jede Lebenslage und deshalb natürlich auch zu jeder nur denkbaren amorösen Situation. Wir kennen beispielsweise: „Gleich und gleich gesellt sich gern“, aber auch „Gegensätze ziehen sich an“.

Für jede Konstellation gibt es ein passendes Sprichwort. Sind diese Redensarten kompletter Humbug oder ist da vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit? Tatsächlich treffen nicht selten verschiedene Sprichwörter auf eine Partnerschaft zu.

Gleich und gleich gesellt sich gern

Gerade im Anfang, wenn der Hormonspiegel steigt, ist man in einer neuen Partnerschaft auf der Suche nach Gemeinsamkeiten. Überwältigt vom Wunder der Liebe findet man ja sowieso alles am Partner toll und vor allen Dingen findet man viele Dinge, die super zusammenpassen. So stellt sich das wohlige Gefühl ein zusammenzugehören, sich perfekt zu ergänzen. Nach ein paar Monaten sieht man dann plötzlich auch Unterschiede, nämlich die, die einen schon nerven.

Aber in der Regel lernt man Leute kennen, die einem irgendwie ähnlich sind, sonst würde man sie gar nicht treffen. Man hat denselben Beruf oder dasselbe Hobby, man interessierte sich gemeinsam für ein bestimmtes Thema oder engagiert sich auf die gleiche Weise, das verbindet sehr. Doch auch wenn Menschen auf einer Ebene sehr ähnlich sind, können sie sich vom Charakter her sehr stark unterscheiden. Wie groß die Unterschiede sind, sieht man oft erst später.

Gegensätze ziehen sich an

Dass Differenzen bestehen, kann man einem Paar nur auf den ersten Blick ansehen, wenn sie sich körperlich unterscheiden, wenn ein Partner beispielsweise sehr groß, der andere eher klein oder einer eben eher sportlich, der andere etwas beleibter ist. Unterscheiden sich der Stil oder das Benehmen erkennt man die Unterschiede auch sehr schnell, Charakter und Werte kann man hingegen nur nach längerem Kennenlernen richtig einschätzen.

Gerade Partner, die sich äußerlich deutlich unterscheiden, sind sich innerlich oft besonders nahe. Wer sich für die Wahl seines Partners rechtfertigen muss (zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn, zu elitär, zu versnobt …), der trifft meist eine bewusstere Entscheidung. Da rutscht man nicht aus Versehen in die Beziehung, da weiß man was man will, dass man genau diesen Partner will, der auf seine ganz besondere Weise einzigartig ist.

Allerdings sind Gegensätze mitunter auch Ergänzungen.
So ist eine Beziehung zwischen zwei Menschen die eher zurückhaltend auf Konflikte reagieren meist nicht sonderlich spannend – Trifft aber ein etwas dominanter „Macher“-Typ auf jemanden der gern motiviert werden möchte, kann das gegenseitig Vorteilhaft sein und die Beziehung auf Dauer bereichern und auf eine solidere Basis stellen.

Äußerlichkeiten sind Nebensache

Egal wie die Pärchen zusammenkommen, ob nach dem „Gleich und gleich“- oder nach dem Gegensätzlichkeitsprinzip, innerlich, also charakterlich sollten sie sich ähneln, um wirklich glücklich zu sein. So hat man in wissenschaftlichen Studien drei Bereiche gefunden, in denen Paare auf einer Wellenlänge liegen sollten, um ein möglichst glückliches Leben zu führen. Es sind die Bereiche Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Ehrlichkeit.

Verträglichkeit meint dabei das Niveau des Umgangs miteinander, also beispielsweise wie freundlich man miteinander ist. Die Gewissenhaftigkeit meint die Ordentlichkeit, Pünktlichkeit und Co. Offenheit meint Interessen, Erfahrungen und Werte. Natürlich muss man nicht komplett das gleiche denken oder fühlen, aber von einer gewissen Nähe und Offenheit wird schon ausgegangen.

Denn, auch wenn es manchmal praktisch wäre, die Persönlichkeit lässt sich nicht verändern. Weder die eigene, noch eine andere. Also sollte es schon von Anfang an irgendwie stimmen. Und wenn einem Sprichwörter dabei helfen, den oder die Richtige zu finden, dann ist das vollkommen in Ordnung so.

Im Internet kann man den Charakter nur schlecht erkennen.

Bei der Partnersuche im Internet kann man aus dem Profil die persönliche Sympathie nicht erkennen – und auch nicht ob man gut zusammenpassen würde.
Im Gegensatz zum „echten“ Leben kommt dort die „Chemie“ zwischen zwei Menschen beim ersten persönlichen Treffen zum tragen, also dann, wenn man sich sein erstes Urteil bereits anhand von Mails, Telefonaten oder Bildern gebildet hat.

Damit das besser klappt, versuchen Partnerbörsen wie PARSHIP oder eDarling mit viel Energie und Forschung, die Chemie zwischen zwei Menschen vorhersagbar zu machen. Bei Singlebörsen wie Friendscout24 oder Bildkontakte muss man sich dagegen auf seine eigene Intuition verlassen.

Was meinen Sie?
Gleich und Gleich oder Unterschiede, die sich anziehen? Was bevorzugen Sie?

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