Partnersuche für Hochbegabte: Grips bringt´s?

Intelligenz allein reicht nicht für eine gute Beziehung. (Quelle: dierk schaefer by flickr.com)

Wenn es um die Partnersuche geht, ist die Intelligenz bzw. das Bildungsniveau eines der am häufigsten genannten Kriterien bei der Auswahl des richtigen Partners.
Die meisten Menschen suchen jemanden der auf einem ähnlichen Niveau liegt, mit dem sie sich also gut unterhalten können und von dem sie sich gleichzeitig verstanden fühlen. Das klappt nicht immer, aber oft.

Nun bewegen sich die meisten Menschen auf dem mittleren Niveau, wo die Auswahl an potenziellen Partnern naturgemäß am größten ist. Aber natürlich gibt es Ausschläge nach oben und nach unten, nämlich die Menschen mit einer besonders hohen oder eben niedrigen Intelligenz. In beide Richtungen wird die Auswahl merklich kleiner. Man findet nicht so leicht jemanden, denn die Grundvoraussetzungen müssen passen und dann soll sich dazu ja auch noch die Liebe gesellen.

Für besonders intelligente Menschen gibt es spezialisierte Onlinepartnerbörsen,. Dort kann man vielfach neben der üblichen Partnereinstufung auch einen Intelligenztest absolvieren und zusätzlich die emotionale Intelligenz einschätzen lassen. So abgecheckt und eingestuft sollte sich doch schnell ein Partner finden, denkt man, doch die Auswahl ist klein und die grundsätzlichen Schwierigkeiten für Hochbegabte auf Partnersuche sind groß.

Hochbegabt zu sein, das klingt zunächst echt prima. Die Jobs sollten einem zufliegen und die Partner auch, wer so schlau ist, muss man einfach unheimlich begehrt sein. Doch oft genug ist sogar das Gegenteil der Fall. Hochbegabte tun sich schwer einen Partner zu finden. Man könnte fast meinen, sie sind zu schlau, denn sie machen sich über andere oft zu viele Gedanken.

So fragen sich besonders intelligente Menschen häufig, ob sie ihr Gegenüber nicht vielleicht überfordern. Außerdem laufen sie natürlich auch immer Gefahr selbst unterfordert zu sein und sich zu langweilen, was eine Beziehung in eine gefährlichen Schieflage bringen kann.

Eine funktionierende Beziehung muss sich in Waage befinden, die Partner müssen auf Augenhöhe miteinander kommunizieren können, damit sich beide miteinander wohlfühlen können. Das ist grundsätzlich auch zwischen sehr unterschiedlichen Partnern möglich, erfordert allerdings auch nicht in erster Linie einen hohen IQ, sondern vor allem einen hohen Grad an emotionaler Intelligenz.
Hochbegabte sind zwar häufig besonders sensibel, aber dieser Umstand befähigt sie nicht automatisch dazu perfekte Partner zu sein. Im Gegenteil, oft genug machen sie sich einfach zu viele Gedanken und bringen die Partnerschaft so aus dem Tritt.

Ein weiteres Handicap: Hochbegabte sind oft eher zurückhaltend und suchen beispielsweise in der Jugend häufig Kontakt zu älteren Jugendlichen und Erwachsenen. Das lässt sie allerdings unheimlich arrogant wirken und stößt viele potenzielle Partner ab.

Außerdem müssen solche „Intelligenzbestien“ auch die eigenen Ansprüche im Griff haben. Hochbegabte neigen schon aufgrund ihrer im Vergleich zu normalen Menschen besonders ausgeprägten Fähigkeiten zu der einen oder anderen Art von Perfektionismus. Diesen Maßstab kann man an die Arbeit anlegen, allerdings nicht eins zu eins auf die Partnerschaft übertragen. Wer das nur versucht, schlägt auch einen liebenden Partner alsbald in die Flucht.

Wer immer argumentieren und diskutieren möchte und nicht zurückstecken kann, disqualifiziert sich aus seiner Beziehung. Was in Schule und Beruf gut funktioniert, hat mit Partnerschaft und Beziehung halt nichts zu tun. Hier sind Geduld, Nachsicht ein eine gehörige Portion Gelassenheit nötig, um auf Dauer erfolgreich zu sein.

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