Online-Abzocke: Singles sind leichte Opfer

Besser in einem Café flirten als auf zwielichtigen Onlineportalen! (Quelle: thomaspetermueller by flickr.com)

Mit den Einsamen kann man es ja machen, die wehren sich schon nicht. Die schämen sich ja so einsam zu sein und gehen damit kaum an die Öffentlichkeit – das ungefähr dürfte das Erfolgsgeheimnis von windigen Geschäftemachern sein, die sich für ihren Beutezug vor allem Singles ausgesucht haben.

Das Geschäft mit der Einsamkeit ist einträglich, das wissen wir nicht erst, seit wir die Preise der schwarzen Schafe unter den Partneragenturen kennen, die für eine Handvoll vermittelte Kontakte durchaus hohe vierstellige Summen in Rechnung stellen.

Betrug an den Schwachen

Mancher ist eher durch Zufall und nur vorübergehend allein und weiß genau, dass eine Beziehungspause auch wieder zu Ende geht. Dieser Menschenschlag sucht frohgemut und findet, ob nun online oder offline, in absehbarer Zeit eine neue Partnerschaft. Das sind starke Menschen und damit eher nicht die Zielgruppe von echten Bauernfängern, denn mit den Starken handelt man sich schnell Ärger ein.

Andere Menschen aber leiden unter einem sehr kleinen Selbstvertrauen. Es gelingt Ihnen nicht zu flirten, jemanden für sich einzunehmen. Für Sie scheint der Beginn einer Partnerschaft, nach der sie sich so sehr sehnen, fast unerreichbar fern. Da entsteht mit der Zeit ein riesiger Leidensdruck … und eine große Scham. Dazu kommt, dass diese Menschen oft selbst über wenig Menschenkenntnis verfügen und Betrügern buchstäblich auf den Leim gehen. Sie geben die perfekte Zielgruppe ab.

Ignoranz und Drohgebärden

Die Masche ist einfach und effektiv. Mit einem günstigen Lockangebot werden Interessenten an ein Onlineportal gebunden. Um das Sonderangebot nutzen zu können, muss man sich natürlich registrieren und damit persönliche Daten, eventuell sogar seine Kontodaten, hinterlegen. Nun haben die Portalbetreiber leichtes Spiel, denn sie ignorieren einfach jede Art von Kündigung oder Widerruf und buchen fleißig die angeblich anstehenden Gebühren von den Konten der User ab. Mit soviel Dreistigkeit ist natürlich leicht Geld zu verdienen und es fällt nicht jedem Menschen leicht, sich dagegen adäquat zu wehren.

Und das Spiel geht noch weiter: Wer sich wehrt, indem er nicht bezahlt, wird mit Inkassoforderungen überzogen. Es kostet viele Nerven, das auszuhalten und die eingeforderten Beträge nicht einfach zu bezahlen. Wer hat die schon, wenn es sowieso an Selbstvertrauen mangelt?

Anzuprangern ist hier nicht die vermeintliche Dummheit mancher Menschen, sondern die Dreistigkeit von Betrügern, denn das wir Menschen unterschiedlich sind (unterschiedlich clever, unterschiedlich selbstbewusst, unterschiedlich attraktiv …), das ist ja nichts Neues. Trotz und gerade wegen dieser Unterschiedlichkeit gilt das gesellschaftlichen Gebot einander nicht über den Tisch zu ziehen!

Ohne Recherche keinen Vertrag abschließen

Man kann nur jeden potenziellen Nutzer davor warnen, sich ohne vorher Erkundigungen eingeholt zu haben, auf einem fremden Portal zu registrieren. Kritische und überzeugende Informationen zu den verschiedenen Angebote findet man auf einfachem Wege reichlich, wenn man den Namen des Portals in Kombinationen mit Stichwörtern wie „Test“, „Bewertung“, „Tipp“ oder auch „Betrug“ einmal per Google überprüft.

Sichern Sie sich ab, bevor Sie Gefühle oder gar Geld investieren. Das Internet ist eine Plattform, die Betrügern zugute kommt, doch es ist auch eine Plattform, mit der sich hervorragend recherchieren lässt.

Auf der Seite von Produe.com finden Sie übrigens eine kleine Checkliste, anhand derer Sie Singlebörsen, von denen man besser die Finger lassen sollte, erkennen kann: So erkennen Sie Online-Abzocker-Singlebörsen – [Hier klicken]

2 thoughts on “Online-Abzocke: Singles sind leichte Opfer

  1. Axel (Online-Partnersuche.de)

    Auch bei der Recherche ist es nicht immer ganz einfach, die Guten von den weniegr Guten zu unterscheiden. Ich kann daher empfehlen, dass sich insbesondere Suchkombinationen mit „Erfahrungen + Markenname“ gut eignen und darauf aufbauen dann in unterschiedlichen Foren suchen und Stimmungen einsammeln.

    Wichtig ist aber auch: Unzufriedene Kunden kommunizieren dies 17mal häufiger als Unzufriedene Kunden, darum am besten auf die Mitte achten.

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  2. Pingback: Anonymous

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