IKM-Schreiber: Betrug und Abzocke in Singlebörsen.

IKM Schreiber oder Journalist?Manchmal muss halt erst ein „Grosser“ der schreibenden Zunft auf ein Thema stossen damit dann alle anderen auch drüber berichten.
So geschehen am 10. November 2013, als das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ erst in Spiegel-Online und dann auch auf Spiegel TV über die Machenschaften der sogenannten „Internet-Kontaktmarkt-Schreiber“ berichtete und dieses Thema dann quasi im Nachgang diversen Dating-Postillen zur Berichterstattung empfahl.

So nützlich diese Berichterstattung für viele Männer sein mag, so stellt sich doch die Frage wie nachhaltig der Effekt des Spiegel Berichtes sein wird – und in welche Richtung der Effekt schlussendlich zielen wird.
Die Halbwertszeit der Empörung ist bekanntlich gering und schon in wenigen Wochen wird diese Berichterstattung im Dschungel anderer gepushter Skandälchen aus dem kollektiven Bewusstsein verschwunden sein.

Interessant war nun das Folgende:
Wir berichten schon seit Jahren immer wieder über diese Problematik und sind mit unseren Berichten um dieses Thema auch über Google zu finden. Am Samstag bemerkten wir noch während der Ausstrahlung des Spiegel TV Beitrags stark steigende Zugriffe auf eben diese Beiträge.

Aber nicht, dass ein Grossteil dieser Besucher mehr Informationen zum Thema wollte: Im Fokus der Suchanfragen stand die Aussicht auf Verdienst (Wie viel verdient man als IKM-Schreiber) und wo man sich denn für solche Jobs bewerben kann.

So wie es aussieht, fanden viele TV-Konumenten und -Konsumentinnen die Idee von Zuhause aus relativ einfach mit ein paar Internet-Chats Geld zu verdienen durchaus attraktiv. Nervus rerum: Geld kennt keine Liebe!

Am meisten Zugriffe hatten diese Artikel:

http://blog.kontaktanzeigen.net/singleborsen/326-abzocke-nebenverdienst-singleborsen.php

http://www.produe.com/partnersuche-tipps/so-erkennen-sie-fakes-und-luegner.html

https://www.singleseiten-vergleich.de/betrug-in-partnervermittlungen-mit-sex-faengt-man-herzen/

Vielen Dank also erstmal an den Spiegel für das Aufgreifen dieses unschönen Themas bei der Partnersuche im Netz.
Mal sehen, was draus wird. Im besten Falle folgt nun nach einiger Zeit ein typisch deutsches Vorgehen: Nachdem auch SAT 1 mit Akte-2014 und schliesslich das ZDF mit WiSo das Thema weidwund geschossen haben, nutzen die Gesetzgeber in der Saure-Gurken-Zeit vor den nächsten Wahlen das Potential dieser Problematik um mal wieder was für den Konsumenten zu machen und am Konsumentenschutz herum zu schrauben.

Da ich aber befürchte, dass das Thema um ein paar betrogene Singles nicht weiter für die Öffentlichkeit interessant ist, steht uns wohl eine neue Schwemme bestens motivierter, neuer IKM-SchreiberInnen ins Haus…

Übrigens: In wie weit sich IKM-Schreiber eventuell strafbar machen, hat übrigens der Juristen-Blog „Juraserv“ mal ausgearbeitet:
http://www.juraserv.de/internetrecht/machen-sich-ikm-internetkontaktmarkt-schreiber-nach-dem-strafrecht-strafbar-01013

Ob man sich für einen Job bewirbt, bei dem man sich also höchstwahrscheinlich gleich mehrfach strafbar macht, sollte man sich vielleicht doch vor einer Bewerbung als IKM-Schreiber mal durch den Kopf gehen lassen…

Da positive Gegenbeispiele aber anscheinend beim Publikum nicht so gut ankommen, fehlt mir im Beitrag irgendwie der Hinweis auf Partnerbörsen in denen IKM-Schreiber und
419-Scammer [Was ist das?] eher nicht vorkommen: Die Partnerbörsen, in denen Frauen wie auch Männer einen Mitgliedsbeitrag entrichten müssen um aktiv flirten zu dürfen.
Diese Börsen sind für IKM-Schreiber nicht attraktiv, da sie ein finanzielles Risiko eingehen müssen und auch nicht anonym bleiben können: Betrüger können über den Zahlungsweg enttarnt werden und müssten schlussendlich damit rechnen, auch rechtlich belangt zu werden.

Einige Partnerbörsen, die diese Kriterien erfüllen haben wir für Sie hier aufgelistet und ausführlich beschrieben:


Illustration: © olly – Fotolia.com

One thought on “IKM-Schreiber: Betrug und Abzocke in Singlebörsen.

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