Hobby und Freundin: Wie passt das zusammen?

photo credit: Hugo90 via photopin cc

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In der Theorie sieht das Leben immer cool aus. Ein fetziges Auto, eine tolle Freundin … und die Praxis?
In der Praxis gibt es Knatsch. Eher mit dem Freund, mit der Freundin, nicht mit dem Auto. Mit den Kumpels vielleicht auch.

Dabei ist ein Hobby doch eine schöne Sache. Egal, ob Eishockey oder Autoschrauben, das Hobby fordert einen heraus.
Man kann seine freie Zeit sinnvoll verbringen, man kann sich verbessern, vielleicht an Wettbewerben teilnehmen. Hobbys tun gut, Hobbys machen Spaß, Hobbys sind eigentlich rundherum zu empfehlen. Nur wie bringt man sie mit der Beziehung unter einen Hut?

Leider teilen sich Männlein und Weiblein selten die Hobbys.
Frauen sind beim Autoschrauben genauso rar wie Männer beim Scrapbooking. Pärchen sind sie trotzdem, aber Verständnis füreinander?
Fehlanzeige! Da rollt man eher gegenseitig mit den Augen und beschwert sich über die nutzlos verbrachte, verschwendete Zeit des anderen.

Ein Hobby für jeden!

Wenn ein Partner ein ausuferndes Hobby hat, braucht der andere auf jeden Fall auch eins. Oder einen anderen passenden Ausgleich, beispielsweise Spaß am Sport. Denn Hobbys binden Energie und wenn der andere sich nicht entsprechend auspowert, entsteht das gefürchtete Beziehungsungleichgewicht.

Dass zwei ein Hobby teilen ist leider eher selten der Fall, es sei denn man lernt sich gleich dabei kennen. Das ist natürlich beneidenswert, vor allem wenn es sich um ein besonders aufwändiges Hobby handelt, dann gibt es keine Beschwerden, sondern viel Verständnis. 🙂

Man kann Hobbys in drei Kategorien einteilen. Das sind zum einen die aufwändigen Hobbies. Sie fressen viel Zeit, man findet kein Ende, auch wenn sich die Kosten dafür im Rahmen halten. Autoschrauben ist so ein Beispiel.

Dann gibt es die teuren Hobbys. Man sieht, die Übergänge sind fließend. Autoschrauben muss nicht so wahnsinnig teuer, kann aber sehr teuer sein. Teure Hobbys sind zum Beispiel Segeln oder Rallye fahren. Die fressen mitunter auch mal die Familienkasse an und das führt schon mal zu Unstimmigkeiten.

Die dritte Kategorie sind die merkwürdigen Hobbies. Dazu zählen Strongest-Man-Wettkämpfe, Gummistiefelweitwurf oder dieser Typ hier, der in seiner Freizeit Waffen aus Holz bastelt. Diese Hobbys müssen nicht teuer sein und auch nicht so wahnsinnig viel Geld kosten, aber man braucht viel Toleranz, um zu ertragen, dass der eigene Mann sowas macht.

Hobby UND Freundin?

Eine Partnerschaft in der der eine das Hobby des anderen absolut nicht akzeptieren kann, wird nicht funktionieren. Da wird immer genörgelt, irgendwann gestritten bis die Fetzen fliegen. Ein bisschen Verständnis ist schon vonnöten.

Also das Hobby abschaffen? Kommt nicht in Frage!
Das kommt nur in Frage, wenn es absolut freiwillig geschieht. Aber das kann schon mal vorkommen. Beispielsweise wenn einer Rallye fährt, die Freundin aber vor Angst deshalb nicht mehr ruhig schlafen kann. Dann sollte man sich schon überlegen, wie wichtig einem das Hobby ist und ob man vielleicht zurückstecken oder darauf verzichten kann.

Logischerweise braucht man dann einen Ersatz. So von jetzt auf gleich aufhören, das funktioniert nicht, das ist wie beim Rauchen. Man muss sich etwas suchen, was man stattdessen machen kann. Aber dafür sollte die Freundin dann wirklich etwas Verständnis haben.

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