Für die Liebe Opfer bringen!?

Bildquelle: twicepix by flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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Für die Liebe Opfer zu bringen, dass ist wichtig und nebenbei auch gar nicht so schwer.

Wobei der Begriff „Opfer“ vielleicht etwas zu dramatisch klingt – denn man könnte diese Form der Beziehungsarbeit genauso gut Anstand oder gute Manieren nennen. Und nichts anderes braucht es auch in einer langjährigen Partnerschaft.
Gerade wenn man sich täglich sieht: Man darf den Respekt vor dem anderen nicht vergessen.

Das betrifft so banale Dinge wie in Anwesenheit anderer nicht zu furzen oder zu rülpsen, obwohl man das tut wenn man allein ist. Es betrifft eben den respektvollen Umgang miteinander, sowie das Anbieten liebevoller Gefälligkeiten.

Um den Partner werben

Am Anfang der Beziehung fallen „Opfer“ leicht. Man nimmt sie gar nicht als solche war, will einfach nur gut dastehen. Später denkt man eher an den eigenen Vorteil und bürdet dem Partner gern auch mal Unangenehmen auf, dass man selbst nicht erledigen möchte und sei es nur der Abwasch.

Im Gegenzug sollte man dann aber auch Aufgaben übernehmen, von denen man genau weiß, dass sie dem Partner schwerfallen, beispielsweise lästige Telefonanrufe oder andere Aufgaben im Haushalt (beliebte Beispiele: Müll rausbringen, Bad putzen). Gegenseitige Gefälligkeiten dieser Art dürfen auch gern zur Gewohnheit werden, allerdings sollte man schon noch ein Gefühl dafür haben, dass einem jemand Arbeit abnimmt.

Das Werben um eine Partnerschaft hört nie auf. Kleine Gefälligkeiten sind ein einfaches Mittel dem Partner zu signalisieren, dass man ihn ernst nimmt und das ist gut für die Beziehung.

Große Opfer sind problematisch

Muss ein Partner für die Beziehung Arbeitsplatz oder Wohnort aufgeben, ist das eine sehr weitreichende Entscheidung. Wenn es um die großen Opfer geht, braucht es eine stabile Partnerschaft.  Beide Partner müssen sich einig sein, sich als Team begreifen, um solche Aufgaben zu meistern.

Die Verwirklichung gemeinsamer Pläne darf nicht von einem Partner allein getragen werden. Es muss einen Ausgleich geben. Gibt einer beständig und der andere nimmt nur, führt das irgendwann in die Krise. Das kann auch nach Jahren noch passieren, denn oftmals fällt ein solches Ungleichgewicht nicht sofort auf. Der gebende Partner erwartet, irgendwann “entschädigt” zu werden. Wird das dann aber vergessen, kommt es zum großen Krach.

Opfer müssen ohne Zwang gebracht werden

Natürlich fällt es nicht immer leicht ein Opfer zu bringen, eine Gefälligkeit zu erweisen. Wenn es nicht von Herzen kommt, sollte man es manchmal lieber sein lassen. Ein Opfer zahlt sich nur aus, wenn es aus freien Stücken geschieht. Wird es hingegen erpresst, wirkt das kontraproduktiv. Es braucht einen gewissen Grad an Kompromissbereitschaft und auch Opferbereitschaft, um eine ausgewogene Beziehung zu führen.

Opferbereitschaft erzeugt zwar Dankbarkeit, allerdings nur in einem gewissen Rahmen. Wer sich geradezu aufopfert, erzeugt eher Widerwillen, denn es ist für den Partner dann nicht möglich, genug zurückzugeben. Es entsteht eine dauerhafte Bringschuld, die sich nicht aufheben lässt.

Etwas nicht aufgeben wollen

Natürlich hat jeder das Recht auf ein Opfer zu verzichten. Man sollte mit seinem Partner besprechen, wenn einem bestimmte Dinge, Hobbies, Verhaltensweisen besonders wichtig sind. Der Partner wiederum sollte so großzügig sein, nicht das Allerheiligste zu fordern, auch wenn es sich dabei nur um eine ganz profane Sache handelt, das samstägliche Fussballspiel oder der Urlaub mit der besten Freundin.

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