Facebook-Flirt: Freaks, Betthasen, Freunde fürs Leben

Facebook: Partner- oder Bettenbörse? (Quelle: marcopako  by flickr.com)

Ein Facebook-Profil hat heutzutage beinahe jeder, vor allen Dingen natürlich Singles, denn die verbringen viel Zeit im Internet. Die Stunden und Tage allein Zuhause kann sich online jeder gut verkürzen und wer Glück hat, findet sogar einen Lover, einen Freund oder den Partner fürs Leben.

Klar: Wer es richtig ernst meint, nutzt eine Online-Partnervermittlungsagentur.
Wer sich dagegen einfach mal unverbindlich auf die Suche macht, der surft eher über eine der diversen Dating-Seiten. Der eine oder andere Kontakt (und deren Zahl nimmt zu) ergibt sich jedoch auch über soziale Netzwerke wie Facebook und Co.

Warum der Kontakt über Facebook so einfach ist.

Soziale Netzwerke wie Facebook, Wer-kennt-wen oder StudiVZ bieten eine Vielzahl an Einstellungen, die Privatsphäre betreffend. So kann man der Öffentlichkeit und allen Suchenden leicht darüber Auskunft geben, ob man verliebt, verlobt, verheiratet oder eben Single ist. Und um die  Suche noch unkomplizierter zu machen, kann man vielfach auch nach anderen Singles suchen.

Da die Netzwerke auf diese Suche jedoch nicht direkt ausgerichtet sind, ist es einfacher Singles per Zufall zu finden, die beispielsweise in der Heimatregion wohnen und die man über Freunde von Freunden kennenlernen kann. Mit der Gemeinsamkeit eines Freundes, ist es, nebenbei bemerkt, auch viel leichter in Kontakt zu treten und ein Thema zu finden.

Für ganz Mitteilungsbedürftige gibt es auch noch die „Auf der Suche nach:“-Rubrik. Damit kann man ganz konkret machen, dass man nach einer Beziehung oder zumindest einer Liebelei sucht. Bei über einer halben Milliarde Facebook-Profilen muss ja eigentlich ein passendes Gegenstück zu finden sein.

Was viele gar nicht wissen, Facebook war tatsächlich zunächst als Dating-Portal gedacht. Gründer Mark Zuckerberg war nämlich selbst auf der Suche und nicht eben einer, dem die Frauen in Scharen nachliefen. Heute lebt er in einer Beziehung und sein Baby „Facebook“ ist weit mehr geworden als ein schnödes Dating-Portal.

Die Flirt-Taktik auf Facebook

Die Facebook-ID wird oft schneller ausgetauscht als eine Telefonnummer.
Damit kann man dem potenziellen Partner zwar nicht direkt auf den Keks gehen, man kann jedoch viel über ihn oder sie erfahren. Bekanntschaften, die früher längst vergessen wären, rufen sich so immer wieder in Erinnerung. Das kann natürlich sehr nett sein, ist aber oft auch lästig.

Dass sich viele bei Facebook mit ihrem echten Namen registrieren, ist ein echter Vorteil. Nach verlorenen Menschen muss man da nicht lange suchen. Alte Bekannte und alte Liebschaften wieder aufzufrischen, das funktioniert mit Facebook wirklich gut.

Wer allerdings nach Fremden – also ganz neuen Bekanntschaften – sucht, hat es mit der Kontaktanbahnung schwerer. Mühsam muss jedes Profil gescannt werden, um herauszufinden, ob sich dahinter ein Single und nebenbei auch noch ein netter Mensch verbirgt. Einfach so loszuflirten ist schwierig, irgendeinen Aufhänger braucht es schon.

Vielleicht ist es Euch selbst schon passiert, dass jemand Euch mit einem blöden Spruch angetextet hat. Das ist echt abtörnend, also: Wenn schon so, dann bitte kreativ werden.

Facebook-Flirt per App

Soziale Netzwerke animieren dazu, persönliche Daten für die Öffentlichkeit freizugeben, doch eine Information, ein frecher Spruch oder ein Foto kann verhängnisvoll sein, wenn sie/er/es in die falschen Hände gerät.
Außerdem: Wer möchte noch in zwanzig Jahren sehen, wie man sich betrunken über eine Kloschüssel beugte. Ich ganz bestimmt nicht. Leider ist das Internet nicht auf Vergesslichkeit programmiert, deshalb heißt es Informationen nur in geringen Dosen auszustreuen.

Bei echten Singlebörsen, wenn man im Zweifelsfall auch noch bezahlen muss, werden die Daten gecheckt und die Gebühr hält natürlich auch Freaks ab, von  denen man in den sozialen Netzwerken leider viele trifft.

Mit Hilfe einer App wie „Zoosk“, „Wings“ oder „areyouinterested?“ flirtet es sich wesentlich leichter und etwas freakfreier, denn die Informationen werden gezielter ausgegeben, nämlich im Rahmen einer eigenen Community.
Das Angebot von Wings, kommt einer Partnervermittlung sogar schon einigermaßen nahe. Diese App vergleicht die Profile der Nutzer miteinander (auch von Twitter, Foursquare etc.), ohne dass dabei, wie bei der klassischen Vermittlung, lange Seiten von Fragebögen auszufüllen sind.

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