Das erste Date: Die Erwartungsfalle

Das erste Date gleicht dem Griff in eine Wundertüte. (Bildquelle: Ken's Oven by flickr.com, CC BY 2.0)

Das erste Date ist eine Verabredung voller vermeintlicher Stolperfallen, schließlich präsentiert man sich als Single auf der Suche, will dabei aber keineswegs einsam, langweilig oder weltfremd wirken, sondern charmant, lebensfroh und attraktiv.

Die beste Vorbereitung nützt jedoch nichts, wenn einer der beiden Verabredeten von dem Treffen vollkommen überzogene, unrealistische Vorstellungen hat. Dann gehen beide frustriert nach Hause – und die Erwartungsfalle hat wieder mal zugeschnappt.

Mit dem ersten Date nicht zu lange warten

Wer einem Date von vornherein gute Chancen einräumen möchte, sollte auf ein baldiges Treffen mit dem Onlineflirt hinarbeiten, denn das Kennenlernen per Chat oder Mail hat so seine Tücken: Die schriftliche Kommunikation, bei der man sich nicht in die Augen schauen muss und eine Reaktion nur verzögert erhält, fördert eine besondere Intimität, die in der Realität beim ersten Kennenlernen so nicht vorhanden wäre. Sie verleitet dazu, sehr früh schon Privates auszuplaudern, was man später vielleicht bereut, wenn man sich dann tatsächlich gegenüber sitzt.

Ein Bild vom Traumpartner entsteht

Ein erster Eindruck entsteht natürlich auch online, doch der bleibt ohne ein echtes Feedback. Deshalb besteht die Gefahr, dass sich diese ersten, virtuell entstandenen, Eindrücke mit den eigenen Wünschen vermischen. Schnell entwickelt sich so ein konkretes Bild vom Onlineflirt, dass mit der Realität nicht viel zu tun hat. Fakten wie Körpergröße und Gewicht und die Erkenntnisse aus zwei bis drei E-Mails reichen einfach nicht aus, um sich ein echtes Bild zu machen.

Wird der Flirt als besonders attraktiv empfunden, setzt sich oft ein gefährliches Gedankenkarussell in Gang. Aus den eigenen, bisher gemachten Erfahrungen und den daraus resultierenden Wünschen wird ein Idealpartner kreiiert und auf die wenigen bekannten Fakten des potenziellen Partners projiziert.

Enttäuschung beim ersten Treffen

Das ist gefährlich, denn wenn dann das erste Treffen ansteht, hat man vermeintlich eine bereits genaue Vorstellung von dem Menschen, den man gleich treffen wird. Mit der Realität hat die jedoch nichts zu tun, denn sie entspringt zu großen Teilen der eigenen Phantasie. So wird man enttäuscht, weil Traum und Wirklichkeit nicht zueinanderpassen, ohne das Zutun dessen, den man da getroffen hat.

Aber: Mit solch starken Wunschvorstellungen im Kopf, verbaut man sich die Chance jemanden ganz neu kennenzulernen und so vielleicht auch einen ganz unerwarteten Idealpartner zu finden.

Sind Ihre Wünsche erfüllbar?

Wenn Ihnen dieses Phänomen öfter begegnet, sollten Sie sich vielleicht einmal grundlegend mit den eigenen Wünschen auseinandersetzen, ohne diese dabei auf eine bestimmte Person zu projizieren. Was habe ich für Wünsche, ist die eine wichtige Frage. Nicht weniger wichtig ist jedoch die Frage, ob diese Wünsche so auch erfüllbar sind. Oder auch einmal andersherum: Könnte ich meine Wünsche an mich selbst erfüllen, wenn ich der andere wäre?

Halten Sie sich darum nicht mit unerfüllbaren Wünschen auf: Die machen Ihr Herz nur schwer und einsam. Geben Sie einem potentiell zukünftigen Partner einfach mal die Chance, sie als Mensch kennenzulernen. Und andersrum.

Vermeiden Sie Erwartungsdruck

Je länger man also mit einem Treffen wartet, umso höher werden automatisch die Erwartungen, weil man viel Zeit hat, sich seinen Traumprinzen oder seine Prinzesin zu „backen“, sich aus Ihren Erfahrungen und Wünschen automatisch ein relativ festes Bild des Date-Partners entspinnt. Es ist sehr schwer diesem Muster entgegenzuwirken, wenn es einmal in Gang gesetzt wurde.

Ein erstes Date gehen Sie am besten möglichst locker und neugierig an, dann ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass sie positiv überrascht werden. Hohe Erwartungen erzeugen einen Erwartungsdruck und der ist keine gute Basis für eine beginnende Liebe.

Ein paar (Web-)Tipps zum weiterlesen:

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