Elitepartner löscht Mitgliederprofile!? Oder: Wer ist Julia?

Kundenservice oder übertriebener Aktionismus? Elitepartner ist restriktiv bei der Zulassung neuer Mitglieder.Die Berliner Morgenpost meldete am 08. November 2012 erstaunliches: Keine 24 Stunden war Julia Mitglied bei einer Singlebörse im Internet. Dann wurde ihr Profil gelöscht. Grund: „Enttäuschungen vermeiden“.

Nachdem vor einigen Wochen schon die Hamburger Morgenpost mit einem dieser üblichen „Im-Internet-findet-man-eh-nur-Spinner“ Berichte seine Leserschaft verzückte, war nun das Pendant der Hauptstadt, die Berliner Morgenpost, dran: Investigatives Ermitteln in den Grauzonen der Liebe – Was Frau so erlebt, wenn man im Internet einen Partner sucht.

Dumm nur, wenn das virtuelle Alter Ego an der ebenso virtuellen Qualitätskontrolle von „Elitepartner.de“ scheitert und innerhalb der ersten 24 Stunden rausgeschmissen wird – trotz bereits gezahltem Mitgliedsbeitrag.

Als mir bekannt erste Partnerbörse steht Elitepartner dazu, konsequent Profile zu löschen, bei denen eine geringe Chance auf „Vermittelbarkeit“ besteht.
Anscheinend hat „Julia“ es übertrieben: Zwei Studienabschlüsse an Top-Unis, schlank, schön und sportlich. Dazu keine Kinder von verschiedenen Partnern – Eine echte Klassefrau und, wie man meinen sollte, perfekt in das Klientel von Elitepartner passend. „Akademiker und Singles mit Niveau“ sollen sich dort finden.

Zu perfekt, zu viel Niveau?
Was führt dazu, dass eine solche Mega-Frau von einer Elite-Partnerbörse schlicht raus geworfen wird – und das noch obwohl Sie den nicht ganz preiswerten Mitgliedsbeitrag bereits bezahlt hat?

Frau Anna Kalisch, die nach aussen auftretende Kundenbetreuerin von Elitepartner.de gibt sich diplomatisch:

„Ein Viertel der Bewerber wird von uns abgelehnt“, erklärt sie. Der Entscheidung liege ein bis zu zwölf Seiten langer Kriterienkatalog zugrunde. „Es kommt in der Essenz darauf an, dass derjenige an einer ernsthaften Beziehung interessiert ist“, erklärt eine Sprecherin.

Den letzten Satz mag man sich kurz auf der Zunge zergehen lassen…

Kein Anbieter wird jemals einen tieferen Einblick in seinen Kriterienkatalog zum Mitgliederbewertung geben. Aber eine sehr wichtige Funktion ist es, Enttäuschungen derjenigen zahlenden Mitglieder, die wirklich eine Partnerschaft suchen zu vermeiden. Also diejenigen auszusortieren, die es nicht ernst meinen. Dazu gehört auch, zu verhindern dass die, die es ernst meinen, vielleicht eines Tages eins ihrer Dates in einem sarkastisch verfassten „ich-hab-so-einen-doch-nicht-nötig“ Artikel nachlesen dürfen.

Da kann es – und das ist eine Mutmassung meinerseits – auch sein, dass übertrieben stimmige Angaben die vielleicht im Psychotest Widersprüche auslösen , in Verbindung mit bekannten E-Mail-Domänen ein Signal an den Kundendienst „triggern“, sich dieses Profil doch mal genauer anzusehen. Und gegebenenfalls zu löschen…

Ich werde diesen in meinen Augen sehr positiven Umstand der aktiven Qualitätskontrolle bei der nächsten Bewertung von Elitepartner.de in unserer Liste der besten Partnerbörsen auf jeden Fall berücksichtigen.

Wie ist es eigentlich bei Ihnen?
Sind Sie schon mal zu Recht oder Unrecht bei einer Partnerbörse gekündigt worden?
Wenn Sie bereits in diesem Bereich Erfahrungen sammeln konnten, schreiben Sie mir doch ein Mail oder lassen Sie uns alle über das Kommentarfeld dran teilhaben.


Illustration: © Schlierner – Fotolia.com

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