Ein NEIN nicht persönlich nehmen

Ein NEIN macht einfach traurig. (Quelle Mel B. by flickr.com)

Absagen sind zwar ausgesprochen unangenehm, doch sie gehören zum Leben einfach dazu. Denn natürlich kann man nicht jeder Idee, jeder Handlung oder jedem potenziellen Partner uneingeschränkt zustimmen.

Manchmal, öfter als man selbst möchte, muss man NEIN sagen, um sich selbst zu schützen und Abstand zu gewinnen. Genauso bekommt jeder oft genug ein NEIN entgegen geschleudert, sei es nun im beruflichen oder privaten Bereich. Geht es nun um einen kleinen Gefallen, ist das nicht weiter schlimm. Auf der persönlichen Ebene, beispielsweise bei der Partnersuche,  kann ein NEIN jedoch eine echte Krise auslösen. Zu persönlich sollte man sehr frühe Absagen aber nicht nehmen, meist hat das NEIN viel weniger mit einem selbst, als mit dem Absagenden zu tun.

Wer gerade erst mit der Partnersuche beginnt, macht in aller Regel auch negative Erfahrungen.
Da sind die vielen Kontaktanfragen, die man versendet, ohne je eine Antwort zu bekommen. Da sind die nervigen Anfragen, vollkommen unseriös und mit eindeutig sexuellem Hintergrund. (Was haben diese Menschen eigentlich in einer Partnerbörse verloren? Es gibt im Netz ja weiß Gott viele Möglichkeiten sich auszutoben …)

Nach einigen Versuchen bekommt fast jeder einen Kontakt zustande, einen E-Mail-Austausch, eine Verabredung zum Chat, vielleicht zu einem Telefonat. Die ersten Bande werden geknüpft und man beginnt sich emotional einzubringen. Fragt sich beispielsweise, wer der andere so ist und ob er zu einem passen könnte. Und man versucht charakterliche Untiefen auszuloten, um nicht gleich auf die Nase zu fallen. Durch jeden noch so kleinen Kontakt werden die Bande fester und schon bald wird gemeinsam ein erstes Date geplant.

Zu jedem Zeitpunkt, also natürlich auch bevor man sich überhaupt persönlich kennengelernt hat, kann es zu einer Absage kommen. Das ist schmerzlich, aber ohne ein NEIN zur rechten Zeit könnte/ würde viel Unglück entstehen. Da man sich jedoch zu einem solch frühen Zeitpunkt noch nicht gut kennt, kann man ein NEIN schulterzuckend quittieren und muss ihm keine tiefgehende Analyse folgen lassen.

Wenn sich jemand allerdings einfach nicht mehr zurückmeldet, ist das eine sehr unangenehme Form der Absage, denn das Warum ist manchmal schwer zu verstehen. Ein gutes Benehmen gebietet ja wenigstens ein paar abschließende Worte zu finden, auch wenn man einen Kontakt abbrechen möchte.
Leider werden die Umgangsformen im Internet weit weniger eingehalten als sonst üblich, schließlich ist man anonym unterwegs und wird einem lästige Menschen auch durch Ignoranz wieder los.

Wer sich selbst so ignorant verhält, macht schon durch sein Benehmen deutlich, dass es an Respekt gegenüber anderen Personen mangelt. Mehr als eine Nachfrage (schließlich kommen auch technische Probleme als Ursache für längeres Schweigen in Betracht) sollte man nicht investieren, um die Gründe zu erfahren, sondern sich stattdessen lieber mit erfreulichen Dingen beschäftigen.

Viel freundlicher ist es jedoch, und das sollte sich auch jeder selbst hinter die Ohren schreiben, einen Kontakt offen zu beenden. Natürlich verliert man bei dieser Gelegenheit nicht viele Worte über das Warum, das wäre nach so kurzer Zeit einfach nicht höflich. Ein respektvolles „Sorry – mit uns beiden, das wird einfach nicht passen.“ und ein paar freundliche Grüße sind aber durchaus angebracht.

Wie halten Sie es mit einer Absage, einem Korb?

Schreiben Sie eine Absage oder beenden Sie unpassende Kontakte „kalt“ und antworten einfach nicht mehr?
Und wie gehen Sie damit um, wenn Sie jemand nicht weiter kennenlernen möchte?

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