Die Einsamkeit besiegen

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(Bildquelle: Nuuuuuuuuuuul by flickr.com, CC BY 2.0)

Einsamkeit ist ein starkes und nur schwer zu ertragendes Gefühl, dass einen in jedem Lebenalter übermannen kann.

Die durch die Einsamkeit hervorgerufene innere Leere hat oft tieferliegende Gründe und lässt sich nicht einfach durch das Eingehen einer neuen Partnerschaft beseitigen, denn Einsamkeit kommt von innen heraus und geht vielfach mit einer Depression einher. Die bedarf jedoch einer ärztlichen/psychologischen Behandlung. Für nicht ganz so schwere Fälle bietet sich eine Art Behandlung, zu Beispiel ein gezieltes Coaching, an.

Einsamkeit ist stigmatisierend – Man mag nicht gern zugeben, dass es einem schlecht geht. Man geht mit so einem psychischen, nicht fassbaren Problem nicht gern zum Arzt.

Wege aus der Einsamkeit?

Einsamkeit ist kein Problem, dass sich einfach weglächeln lässt. Auch mit einem willentlichen Zusammenreißen kann man diesem Gefühl nicht begegnen. Um der Einsamkeit zu entfliehen, bedarf es einer bewussten Veränderung des eigenen Lebens und der Sicht auf das eigene Leben.

Viele Einsame haben das Gefühl, sie seien nicht Herr der Lage. Es fühlt sich an, als würden die Dinge einfach passieren, ohne dass man einen Einfluss darauf hätte. Viele Einsame glauben, der Isolation nicht entfliehen zu können. Und das ist wirklich traurig.

Wege aus der Einsamkeit sind Wege zu anderen Menschen.
Aber das fällt naturgemäß schwer. Wer einsam ist, sich nutzlos und nicht attraktiv fühlt, hat keinen Antrieb Kontakt zu suchen, obwohl der Kontakt fehlt, obwohl der Kontakt heilende Kräfte hätte. Wer einsam ist, fühlt sich als Last für andere, meidet jeden Kontakt und meidet damit die Chance auf Heilung.

Vorübergehende Einsamkeit

Die vorübergehende Einsamkeit kennt jeder, der eine Trennung zu verwinden hat. Plötzlich fehlt einem ein Gegenüber, ein Partner, man muss die eigenen Kräfte wieder nutzen lernen. Diese Phase kann sehr schwer sein, doch sie geht vorbei. Hier bewahrheitet sich das Sprichwort „Der Mensch gewöhnt sich an alles.“ Es braucht nur Zeit sich in die neue Lebenssituation einzufinden, eine Zeit, die man als einsam und entbehrungsreich empfindet, die letzten Endes aber immer vorüberzieht.

Chronische Einsamkeit

Viel gefährlicher ist die chronische Einsamkeit, denn sie lähmt das ganze Leben und nimmt jede Freude. Letzten Endes kann ein Mensch darüber jedes Selbstbewusstsein verlieren und wird sich immer mehr zurückziehen. Manchmal sind es sich verändernde Umstände, die einen Einsamen aus der Isolation befreien. Oft braucht es die beherzte Handreichung eines anderen Menschen.

Flucht in eine Partnerschaft

Das überstürzte Eingehen einer Partnerschaft wird das Gefühl von Einsamkeit nicht verringern. Im Gegenteil, weil man der Beziehung emotional nicht gerecht werden kann, begibt man sich in eine in einen Teufelskreis aus Wünschen und nicht erfüllten Ansprüchen. Eine neue Beziehung kann am Ende einer einsamen Phase stehen. Die Beziehung als Heilmittel zu betrachten, verurteilt sie jedoch zum Scheitern.

Auch wenn man in einer Partnerschaft viel erhält, muss man nicht weniger geben. Dafür braucht man Kraft, die ein einsamer oder depressiver Menschnicht aufbringen kann. In einer bestehenden Partnerschaft sieht das natürlich anders aus. Sinnbildlich hat man dann bereits ein Konto aufgeladen, aus dem man schöpfen kann.

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