Dem Beuteschema ein Schnippchen schlagen

(Bildquelle: Miala by flickr.com)

Wir sind von der Steinzeit nicht sehr weit entfernt. (Bildquelle: Miala by flickr.com)

Die wenigsten geben es gern gern zu, aber jeder hat es: Ein ganz spezielles Beuteschema.
Egal ob dick, dünn, groß, klein, brünett, blond: Jeder von uns hat einen bestimmten Traumtyp, bei dem man schwach wird. Bewusst hat man zwar nicht viel Einfluss darauf ob man sich verliebt oder nicht, unterbewusst wird jedoch meist in Sekundenschnelle nach ganz individuellen Kriterien entschieden.

Das Beuteschema kritisch betrachten

Wer nicht zugeben kann ein Beuteschema zu haben, versteckt sich vor der Realität. Es ist besser sich mit der Tatsache auseinanderzusetzen, dann kann man unschöne Auswüchse nämlich positiv beeinflussen. Wer genau weiß, wie das eigene Suchverhalten funktioniert, kann es am ehesten verändern und vielleicht den eine oder anderen, sich vielfach immer wiederholenden, tragischen Schiffbruch mit der Verliebtheit verhindern.

Ganz Mutige wenden sich bewusst vom eigenen Beuteschema ab und versuchen einmal Partner anzuflirten, die gar nicht in Ihr Schema pasen. Was nach einer ziemlich schlechten Idee klingt, kann durchaus Erfolg versprechen. Denn nicht immer ist der Partner, denn das Unterbewusstsein auswählt, tatsächlich auch der Richtige für uns.

Augenscheinlich wird das an den klassischen Beispielen wie z.B. Frauen, die sich immer wieder sehr dominante, gewalttätige Männer aussuchen oder Männern, die sich bei der Auswahl zu stark an mütterlichen Typen orientieren.

Kindheitserfahrungen beeinflussen unterbewusst die Partnerwahl

Tatsächlich werden die Weichen für die individuelle Partnersuche schon in der Kindheit gestellt. Wir suchen uns häufig einen Partner der dem Umfeld entspricht, das uns in Kindheit und Jugend vorgelebt wurde. Wer mit Liebe und Fürsorge überschüttet wurde, sucht sich einen fürsorglichen Partner, wer Distanz erfahren hat, sucht sich vielleicht eher ein gefühlskaltes Pendant. Logisch, dass ein solcher Partner sich mit Liebesbezeugungen schwertun wird.

Manche Vorliebe stellt sich jedoch auch erst in späteren Lebensjahren ein.
Wer eine aufregende oder besonders glückliche Beziehung führte, sucht vielleicht später auch nach einem Partner gleichen Typs, gleichen Aussehens. Doch natürlich ist es ein Irrtum zu glauben, dass mit einem ähnlichen Irrtum auch ein ähnlicher Charakter einhergeht. Unser Unterbewusstsein lässt sich zu diesem Irrglauben leider hinreißen.

Die alten Muster wirken bis heute

Männer schauen übrigens wirklich stärker auf Äußerlichkeiten, was das Beuteschema betrifft. Das Interesse an besonders fruchtbar erscheinenden Frauen hält sich schon seit der Steinzeit. Das weibliche Beuteschema sieht da etwas differenzierter aus, ist aber letzten Endes nicht weniger eigennützig angelegt. Letztendlich soll der Mann erfolgreich sein, egal ob sich das nun über den Beruf, die Familie, das Gehalt oder körperliche Dominanz definiert. So funktioniert das Prinzip bis heute, obwohl Frauen den Männern in Sachen Erfolgen kaum noch hinterherstehen.

Natürlich lässt sich das eigene Beuteschema nicht einfach ausschalten, doch ein bewusster Umgang lässt sich schon erlernen. So sollte man am Beginn einer neuen Beziehung eben nicht nur auf den Bauch hören, sondern tatsächlich auch mal den Kopf einschalten. Wer sich dazu zwingt, kann sich bewusstmachen, ob eine Verbindung tatsächlich fruchtbar ist oder nur den alten, als untauglich erwiesenen Regeln folgt. Das ist die Grundvoraussetzung um etwas zu ändern und die eigene Partnerschaft in eine bewusst glücklichere Richtung zu wenden.

Hilfe für die eigene Partnerwahl – im Netz oder Offline

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