Büroflirt – Für den Schwarm den Job riskieren

Bürojobs lassen Zeit für Spekulationen. (Bildquelle: victoriapeckham by flickr.com)

Alle wissen, dass es nur Probleme macht und doch passiert er jeden Tag – jemand verliebt sich unsterblich in einen Arbeitskollegen. Das Herz flattert, man lässt sich ein bisschen drauf ein, dann noch ein bisschen mehr, schon ist er da, der Büroflirt und schnell sorgt er für großes Chaos.

Ein bisschen schwärmen ist erlaubt

Mit einer Schwärmerei fängt es meistens an. Eben war alles noch ganz normal, aber plötzlich sieht man den Kollegen mit anderen Augen. Ist er nicht besonders attraktiv, besonders schlau und besonders liebeswürdig? Und warum verhält er sich so, wie er sich verhält? Etwa extra meinetwegen? Ganz bestimmt! Die Schwärmerei beginnt meist unauffällig, im Büro hat man Zeit sich kennenzulernen, schließlich sieht man sich jeden Tag.

Eine Schwärmerei kann leider, wenn sie lange anhält, Stalkingcharakter annehmen. Aber das soll kein Grund sein, sich zu nicht zu verlieben. Wenn es nicht klappt, liegen die Gründe eher im persönlichen Bereich. Leider spielt der Beruf trotzdem eine ziemlich große Rolle, schon allein, weil das Getratsch der Kollegen nur den wenigsten komplett egal ist.

Regel Nummer 1: Keine Flirts innerhalb der Abteilung

Schon frühzeitig sollte man sich damit beschäftigen, wie aus dem Flirt überhaupt etwas Positives erwachsen kann. Schließlich bedeutet der Büroflirt eine tägliche Gratwanderung.

Besonders schwierig wird es, wenn sich das Liebespaar in einer Abteilung bildet. Wenn es klappt, gibt es Gerede, wenn es nicht klappt, gibt es Ärger. Einer von beiden muss dann die Abteilung wechseln und das will natürlich keiner. Auf nichtige Flirts sollte man sich auf so engem Raum also keinesfalls einlassen, der Preis ist zu hoch.

Regel Nummer 2: Kein Flirt mit dem Chef

Nicht weniger schwierig sind Flirts auf unterschiedlichen Ebenen. Auch hier gilt, wenn da eine echte Verbindung besteht, sollte man sich beruflich besser voneinander entfernen, also beispielsweise versetzen lassen. Wenn einer entscheiden und der andere kuschen muss – das führt zwangsläufig zu Problemen. Zumal man dann Probleme von der Arbeit nicht auch mal mit nach Hause nehmen kann, da sitzt ja der Grund allen Übels.

Mal ganz abgesehen vom Neid der Kollegen, die vom Techtelmechtel ja irgendwann erfahren. Sie werden natürlich immer vermuten, dass man einen persönlichen Vorteil aus der Beziehung zieht, egal wie die Wahrheit aussieht. Wenn die Beziehung irgendwann scheitert, sieht es düster aus. Nach einer Trennung ist der Jobwechsel oft die einzig mögliche Konsequenz.

Wenn es aber doch klappt …

Wenn aus dem kleinen, gefährlichen Büroflirt entgegen aller Unkenrufe etwas Ernstes wird, stehen Sie wie unter einem Brennglas. Ihre Kollegen werden Sie genau beobachten und auf den Moment warten, da Ihnen die Beziehung einen Vorteil verschafft. Sie sollten sich also immer überkorrekt verhalten. Vorwürfe bleiben trotzdem nicht aus, seien Sie gewappnet.

In jedem Fall sollte man nicht ewig Gerüchte schüren, besser irgendwann die Initiative ergreifen und die Beziehung öffentlich machen. Vorher sollten Sie sich allerdings informieren, wie man in Ihrem Unternehmen zu internen Beziehungen steht, sonst droht im Zeifelsfall doch noch die Versetzung. Dass aus einem Büroflirt ein berufliches Dream-Team erwächst, ist unwahrscheinlich, aber privat kann es schon klappen.

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